Remis: alle Wege zum Unentschieden
Sechs verschiedene Wege führen zum halben Punkt – und wer sie kennt, rettet verlorene Stellungen und verschenkt keine gewonnenen.
Wann endet eine Partie remis?
Remis (unentschieden, je ein halber Punkt) entsteht auf sechs Wegen:
- Vereinbarung – beide Spieler einigen sich.
- Patt – der Spieler am Zug hat keinen legalen Zug, steht aber nicht im Schach.
- Dreifache Stellungswiederholung – dieselbe Stellung entsteht zum dritten Mal.
- 50-Züge-Regel – 50 Züge in Folge ohne Bauernzug und ohne Schlag.
- Ungenügendes Material – keine Seite kann theoretisch noch mattsetzen.
- Zeitüberschreitung gegen mattunfähiges Material – die Uhr fällt, aber der Gegner könnte selbst mit jeder Fortsetzung nicht mattsetzen.
Remis durch Vereinbarung
Ein Spieler bietet Remis an, der andere nimmt an – die Partie endet sofort unentschieden. In der Arena gibt es dafür einen Remis-Button in der laufenden Partie: Das Angebot wird dem Gegner angezeigt und verfällt automatisch, sobald der Anbietende selbst wieder zieht. Ein abgelehntes Angebot hat keine weiteren Folgen – die Partie läuft normal weiter.
Patt
Der Spieler am Zug hat keinen einzigen legalen Zug, steht aber nicht im Schach – remis. Das Patt ist so wichtig (und so häufig missverstanden), dass es eine eigene Seite hat: Schach, Schachmatt & Patt.
Dreifache Stellungswiederholung
Entsteht dieselbe Stellung zum dritten Mal, ist die Partie remis. „Dieselbe Stellung" heißt streng: gleiche Figuren auf gleichen Feldern, derselbe Spieler am Zug und dieselben Rechte – Rochaderechte und ein tatsächlich ausführbares en-passant-Recht zählen mit. Die Wiederholungen müssen nicht direkt aufeinanderfolgen.
Der bekannteste Anwendungsfall ist das Dauerschach: Wer in verlorener Stellung den gegnerischen König mit immer denselben Schachs verfolgen kann, erzwingt so das Remis. In der Arena endet die Partie beim dritten Auftreten der Stellung automatisch – niemand muss das Remis beanspruchen oder nachweisen.
Die 50-Züge-Regel
Fallen 50 aufeinanderfolgende Züge beider Spieler ohne einen einzigen Bauernzug und ohne einen einzigen Schlag, ist die Partie remis. Jeder Bauernzug und jeder Schlag setzt den Zähler auf null zurück. Die Regel verhindert, dass eine Partie ohne jeden Fortschritt endlos weiterläuft – etwa wenn eine Seite ein Matt schlicht nicht findet. Auch diese Regel wendet die Arena automatisch an.
Ungenügendes Material
Kann keine Seite auch nur theoretisch mattsetzen, ist die Partie sofort remis. Das gilt für: König gegen König, König und Läufer gegen König, König und Springer gegen König – und für Läufer beider Seiten, die alle auf derselben Feldfarbe stehen.
Grenzfall: König und zwei Springer gegen König ist kein automatisches Remis – ein Matt ist dort mit Hilfe des Gegners konstruierbar, auch wenn es nicht erzwingbar ist. Die Arena folgt hier exakt der FIDE-Auslegung.
Zeitüberschreitung – aber remis
Läuft deine Bedenkzeit ab, verlierst du – außer dein Gegner könnte dich selbst mit beliebiger Fortsetzung nicht mattsetzen (etwa mit blankem König oder nur König und Läufer). Dann endet die Partie remis statt mit deiner Niederlage. Das ist FIDE-Artikel 6.9, und die Arena wertet Zeitüberschreitungen genau so.
Weitere Regeln
Regeln gelernt? Anwenden.
In der Arena setzt der Server jede dieser Regeln durch – du kannst dich also aufs Spielen konzentrieren. Kostenlos, gegen Menschen oder den Computer in vier Stufen.