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Schachregeln / Rochade

Die Rochade

Der einzige Zug, bei dem zwei eigene Figuren gleichzeitig ziehen – und die Regel mit den meisten Missverständnissen.

Was ist die Rochade?

Die Rochade ist ein Sonderzug von König und Turm gemeinsam: Der König zieht von seinem Ausgangsfeld zwei Felder in Richtung eines Turms, und dieser Turm springt auf das Feld direkt neben dem König – auf dessen anderer Seite. Sie ist der einzige Zug im Schach, bei dem zwei eigene Figuren in einem Zug bewegt werden.

Es gibt zwei Varianten: die kurze Rochade zum näheren Turm (h-Linie, notiert O-O) und die lange Rochade zum entfernteren Turm (a-Linie, notiert O-O-O). Zweck: den König in Sicherheit bringen und gleichzeitig den Turm ins Spiel entwickeln.

Kurze Rochade, vorher: Der König zieht e1–g1, der Turm springt von h1 nach f1.
Kurze Rochade, nachher: König auf g1, Turm auf f1 (O-O).
Lange Rochade, vorher: Der König zieht e1–c1, der Turm springt von a1 nach d1.
Lange Rochade, nachher: König auf c1, Turm auf d1 (O-O-O).

Die fünf Voraussetzungen

Die Rochade ist nur erlaubt, wenn alle fünf Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:

  1. 1Der König wurde in der Partie noch nie gezogen – auch nicht hin und zurück.
  2. 2Der beteiligte Turm wurde noch nie gezogen. Zieht der h-Turm, bleibt die lange Rochade mit dem a-Turm weiter möglich (und umgekehrt).
  3. 3Zwischen König und Turm stehen keine Figuren – bei der langen Rochade betrifft das drei Felder (b1, c1, d1 bzw. b8, c8, d8).
  4. 4Der König steht nicht im Schach. Aus einem Schach heraus darf nicht rochiert werden.
  5. 5Der König zieht weder über ein angegriffenes Feld noch auf eines. Für Weiß bei der kurzen Rochade: f1 und g1 dürfen nicht bedroht sein.

Häufige Irrtümer

  • „Der Turm darf nicht angegriffen sein." Falsch – nur die Felder des Königs zählen. Ein bedrohter Turm darf rochieren.
  • „Bei der langen Rochade darf b1 nicht bedroht sein." Falsch – der König berührt b1 nicht, nur c1 und d1 müssen sicher sein. Das Feld b1 muss lediglich frei sein.
  • „Nach einem Schach ist die Rochade für immer verloren." Falsch – ein abgewehrtes Schach kostet das Rochaderecht nicht. Nur ein Zug von König oder Turm tut das, und zwar endgültig.
  • „Erst den Turm ziehen, dann den König." Am realen Brett gilt: erst der König (wer den Turm zuerst berührt, muss nach den Turnierregeln unter Umständen einen Turmzug ausführen). Online ziehst du einfach den König zwei Felder – der Turm folgt automatisch.

Rochade in der Chess Arena

In der Arena ziehst du den König per Drag & Drop zwei Felder zur Seite – den Turm setzt der Server selbst um. Alle fünf Voraussetzungen prüft die Regel-Engine serverseitig; ein unzulässiger Rochadeversuch wird abgewiesen und die Figur springt zurück. In der Zugliste erscheint die Rochade als O-O bzw. O-O-O.

Weitere Regeln

Regeln gelernt? Anwenden.

In der Arena setzt der Server jede dieser Regeln durch – du kannst dich also aufs Spielen konzentrieren. Kostenlos, gegen Menschen oder den Computer in vier Stufen.